konzept – philosophie

Natürlich-entfaltendes Lernen

Wenn über sicheres Radfahren diskutiert wird, stehen üblicherweise Sollwerte auf der Ebene des Verhaltens im Straßenverkehr und auf der Ebene von Fahrmanövern (Fahrtechnik) im Vordergrund.

Diese Ebenen sind für sicheres Radfahren ohne Zweifel sinnvoll, richtig und erforderlich. Sie als wesentlich zu betrachten und ihre Inhalte in den Mittelpunkt von Radfahrschulungen zu stellen, ist allerdings wenig sinnvoll, weil die Vorgabe von Sollwerten stets eine Art von Überforderungen darstellt – dies gilt auch für Fortgeschrittene. Das leider weit verbreitete „Üben von Unfertigkeiten“ hinterlässt im Lernprozess immer Lücken im Hinblick auf Wahrnehmen und Bewegen.

Entgegen der üblichen Denk- und Verfahrensweise gilt es unseres Erachtens, zunächst eine grundsätzliche Ebene von Wahrnehmen, Bewegen und Handeln zu bedienen und auszubilden; hier arbeitet unser Konzept, hier setzt es an. Es bietet vielschichtige und umfassende Gestaltungsmöglichkeiten natürlicher Entfaltungsprozesse. Denn: Sich Radfahren in seiner Komplexität zu erschließen, zu erobern oder anzueignen und souverän Rad zu fahren erfordert Differenzierungs- und Entfaltungsleistungen im Hinblick auf Wahrnehmungsfähigkeit, Beweglichkeit und Entscheidungsfähigkeit. Diese Leistungen stehen im Mittelpunkt unseres Konzepts.

Unsere Arbeitsweise ist umfassend, interdisziplinär, wissenschaftlich fundiert und berücksichtigt auch die verschiedenen physikalischen Phänomene des Radfahrens. Das dahinter stehende Gesamtkonzept trägt den Namen moveo·ergo·sum.

Das besondere an dem Konzept:

– es begegnet konkret, d.h. es setzt bei Machbarem an und stellt individuelles Erleben in den Mittelpunkt
– es arbeitet in sehr kleinen Schritten vom Ganzen zu Teilen, das Rad und Situationen als Lehrmeister
– es berücksichtigt psychologische Zusammenhänge – es formuliert „Wahrnehmen, Bewegen und Handeln“ als primäres Ziel
– es stützt sich auf interdisziplinäre Strategien und Übungs-Variablen, die ungeahnte methodische Vielfalt garantieren
– es orientiert sich am differenzierenden, natürlichen Entfalten – Kinder zum Vorbild
– es erfasst physikalische Phänomene und setzt daher auch auf Übungsprinzipien, die Mensch und Fahrrad gleichermaßen berücksichtigen.

Im Unterschied zu allgegenwärtigen und üblichen Vorgehensweisen ist es daher kein „pädagogisch-didaktisches“, sondern ein „psychologisch-philosophisches“ – ein bewegungswissenschaftliches – Konzept. Die Erfolge des philosophischen Ansatzes und des bewegungswissenschaftlichen Konzepts sowie die beim Üben und Trainieren zu beobachtende Begeisterung sprechen für sich.

Pädagogisch-didaktische Inhalte und Elemente kommen bei uns erst auf der „zweiten“ Ebene, der Ebene des Verhaltens oder spezieller Fahrmanöver zum tragen – z.B. in Verkehrskompetenz- oder Fortgeschrittenenkursen.

Zertifizierte moveo·ergo·sum-RadfahrlehrerInnen sind international im Einsatz. moveo·ergo·sum-Radfahrenlernen ist abwechslungsreich, hochwirksam und angstfrei.
Radfahren entfaltend-natürlich zu erlernen setzt einen natürlichen Leistungsdrang frei, der zur Authentizität führt, enorme Erfolge hervorbringt und zur Persönlich-keitsentwicklung beiträgt. moveo·ergo·sum ist offen für alle, emanzipiert, integriert, trägt zur Gesunderhaltung bei und wirkt nachhaltig.

Das schöne daran: Es ist bei aller Theorie erfrischend schlüssig und konkret in der Praxis!