Anke Prinz

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Das Radfahren zu erlernen wurde mir als jüngstes von vier Kindern von meiner Mutter eigentlich nicht erlaubt, da ich lange wegen einem Hüftschaden im Gipsbett lag.

Alle meine Geschwister konnten recht früh Fahrrad fahren.

Mein Vater fuhr jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit und auch in den Sommerferien unternahm die Familie an der Ostsee zahlreiche Radtouren.

Bis zu meinem 7. Lebensjahr musste ich mit einem Kissen auf dem Gepäckträger bei meinem Vater hinten auf dem Fahrrad sitzen und mich fahren lassen.

Irgendwann war es mir zu blöd auf dem harten Gepäckträger zu sitzen und immer nur auf den Rücken  meines Vaters schauen zu müssen.

Mit viel Mut habe ich mich mit vielen Experimenten auf das Fahrrad gesetzt.

Natürlich bin ich auch Mal hingefallen, aber außer ein paar blauen Flecken war nichts passiert.

Meine Mutter war fassungslos als Sie mich fahren sah, meine Geschwister meinten, es wäre längst an der Zeit gewesen und mein Vater überreichte mir mein erstes rotes Kinderrad, was schon lange auf mich wartete.

Seitdem hat mich das Rad nicht mehr losgelassen.

Aufgewachsenen im Bergischen Land konnten mich auch die Berge und das Regenwetter nicht aufhalten.

Meinem Alltag mit zwei Kindern;  gemeinsame Urlaube, als auch Tagesausflüge mit dem

Fahrrad, gehören in meiner eigenen Familie zur Selbstverständlichkeit!

 

Als ich von Münster nach Köln umgezogen bin, bot sich schnell das berufliche Angebot vom ADFC Kreisverband Köln e.V., dort als Geschäftsführerin tätig zu werden.

In den 6 Jahren als Geschäftsführerin, organisierte ich u.a. die Radfahrschule für Erwachsene. Schnell stellte ich fest, wie viele Menschen die Kunst des Radfahrlernens nicht beherrschen. Damals flammte in mir der Wunsch auf, dies viel öfter anbieten zu können, als nur zwei Kurse im Jahr. Viele Anfragen mussten vertröstet werden, da die Kurse schnell ausgebucht waren. Ich selbst hätte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als zwei Kurse durchführen können. Damals, als wir ehrenamtlichen Kräfte des ADFC es nicht besser wussten, hielten wir die Schüler/innen noch am Gepäckträger fest und joggten hinterher.

Mit meiner Hüfte kann ich zwar 100 Km fahren, aber schlecht 5 Km laufen.

Als wir vom ADFC auf Christian Burmeister aufmerksam wurden, habe ich schnell das Potential an diesem Konzept erkannt.

Da ich immer der Meinung war, dass sich die Menschen Freiräume, Zeit und Spaß am ausprobieren erhalten sollten, war dieses Konzept der Schlüssel für eine gesunde Radfahrschule.

Für mich als auch für alle, die das Radfahren erlernen möchten!

Deshalb habe ich mich im Mai 2012 entschlossen, als freiberufliche Radfahrlehrerin tätig zu  werden.

Durch meine berufliche Erfahrung in der verkehrspolitische Arbeit beim ADFC und meiner Ausbildung als zertifizierte Radfahrlehrerin, haben die  Kursteilnehmer die Möglichkeit, die Kunst des Radfahrens und das sicherere Verhalten im Straßenverkehr zu erlernen.

Kontaktdaten
anke.prinz@radfahrlehrer.de
www.radfahrschule-prinz.de